Biomüll: über die Straße

Im Ressourcenstüberl, so die Österreichische Bezeichnung für den Müllraum in einer Urlaubsregion: 

Eine ausgeklügelte Ressourcenrückgewinnungsstrategie! Jede Ecke des Teebeutels hat einen Platz. Es taucht auch der Hinweis auf, dass bei Nichtbeachtung die Gemeinde eine satte Gebühr erhebt, der an die Urlauber weitergegeben werden muss. Aber: kein Biomüll!? Der Behälter über der Aufschrift „Plastiktüten für den Biomüll“ war leer. Wäre er nicht leer gewesen, dann hätte ich trotzdem hilflos vor diesem verstörenden Angebot gestanden… Also gut, ich drehe mich also noch immer zwischen bunten Ressourcenrückläuferbehältnissen auf der Suche nach einer Entsorgungslösung für meine Eierreste. Jede Möglichkeit ist Ressourcengebunden, meine Eierschalen passen nirgends rein –  thematisch. Schon denke ich, die schwarzen Tonnen würden sich nicht beschweren, wenn ich… Aber nein: es droht eine saftige Rüge und Gebühr durch die Gemeinde! Aber da, die Lösung, etwas versteckt und wer es liest ist, ok nicht doof, aber selbst Schuld: „Den Biomüll bitte selbst entsorgen. Der Recyclinghof befindet sich gleich über die Straße links.“ Ich bin Urlauber, zum ersten mal hier und weiß soviel: über die Straße links steht in etwa 100m Entfernung eine Schreinerei, dahinter würde ich den Recyclinghof vermuten. Es ist dunkel, der Herbst macht sich mit Regen und Wind bemerkbar, ich habe meine Eierschalen in der Hand und stehe im geschützten Ressourcenstüberl und entscheide: Nein. Das ist doch zu viel der Liebe in die Mülltrennung. Ich sammle den Biomüll in einem unbenutztem Behältnis im Res.Stüberl und nehme mir fest vor, ihn über die Straße zu bringen, wenn es sich lohnt.

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